Jolina kommst du bitte?, schrie meine Mutter von unten. Ich verdrehte die
Augen, und machte mich nervend runter. Was?, gab ich genervt von mir. Da- sie
zeigte auf die Spülmaschine-das ist deine Aufgabe, sagte sie mit einem strengen
Ton. Ich sagte nichts, verdrehte die Augen und machte mich an die Aufgabe.
Ouh, ich habe noch gar nichts von mir erzählt, also ich bin Jolina Müller bin
16 Jahre alt und wohne in der Stadt Wipperfürth. Ich wohne seit gut 3 Jahren
hier. Hätte man mich vor 4 Jahren gefragt ob ich jemals hier wohnen werde, hätte
ich dies verneint. Ich bin nicht perfekt, ganz und gar nicht, ich habe Probleme
wie jeder andere auch. Ich habe seit ich 13 bin starke Depressionen, und
Suizidgedanken. Ich habe 5 Suizidversuche und 2 Klinikaufenthalte hinter mir.
Ich stecke viel in negative Phasen. Wollten so gerne sterben. Nein, das kam
nicht alles einfach so. Es war der 05.03.2009. Mama, Papa, mein Bruder und ich
wie fuhren auf der Autobahn Richtung Hamburg. Wir wollten dort ein Wochenende
verbringen. Wir fuhren gar nicht so schnell, aber auf einmal gab es ein Schlag
und uns ist ein LKW hintern rein gefahren, Papa konnte nicht mehr ausweichen
und fuhr auf das Auto was vor uns fuhr hinten drauf. Der Schlag was so heftig
das wir ins Gebüsch flogen, unser Auto überschlug sich 5-mal. Alle schrien,
alle hatten Panik. Unser Auto lag auf dem Dach, wir konnten nicht von alleine
raus. Alle weinten. Ich hatte so unglaubliche Angst. Es fühlte sich so an, als
ob wir stunden dort so liegen. Es fühlte sich so an, ob einer den Zeiger nimmt
und ganz schnell dreht. Ich hörte dann die Feuerwehr, Polizei und den
Krankenwagen. Ich wusste dass es gleich vorbei sein wird, dass wir gerettet
werden. Das alles gut wird. Ich hörte von meinen Eltern und von meinem Bruder
kein Ton mehr. Sie waren leise. Ich schrie ihre Namen, wollte dass sie mir eine
Antwort gebe. Schrie immer lauter, und fing stark an zu weinen. Ich wusste
nicht was los war, wieso sagte denn keiner was? Wieso kam kein ‘Alles wird gut!
‘
Aber ab da weiß ich nicht mehr was passiert ist. Ich fiel ins Koma. Eine Woche
lang war ich im Koma, und als ich aufwachte war ich im Krankenhaus. Ich wollte
zu meinen Eltern und zu meinem Bruder, ich wollte wissen ob es ihnen gut geht.
Aber die Krankenschwerster enttäuschten mich, sie sagte sie sind noch am Unfalls
Ort ums Leben gekommen. Das war zu viel für mich. Wieso? Wieso meine Familie?
Wieso mussten sie sterben? Wieso sie und nicht ich? Fragen die ich nicht
wusste, und keiner eine Antwort drauf hatte. Ich muss ohne sie Leben. Aber ich
kann es nicht.
In der Zeit wo ich im Krankenhaus lag, besuchte mich jeden Tag meine Oma. Sie
brachte –es war ein Montag glaube ich- mir eine DVD mit, sie hieß Never say
Never und war von Justin Bieber. Naja von ihm hielte ich in dieser Zeit nicht
so viel, aber ich dachte mir als Ablenkung würde es mir bestimmt gut tun. Naja, es war eben die Zeit wo ich zum
Belieber wurde. Die Zeit die ich im Krankenhaus verbrachte bekam ich immer mehr
Justin Sachen geschenkt, und so sah das Zimmer dann auch aus.
Nach 3 Wochen, durfte ich dann das
Krankenhaus verlassen. Und wohnte dann auch für diese Zeit bei meiner Oma. Aber
schon nach zwei weiteren Wochen kam das Jugendamt und teilte uns mit das ich
nicht bei meiner Oma leben kann, und ich in eine Pflegefamilie kommen werde.
Und nein nicht genug von schlimmen Nachrichten, dies geschah auch schon ganz
bald, und uns liegen dann über 5 Stunden auseinander. Das mit der Pflegefamilie und den Unterlagen
geschah alles in nur zwei Wochen.
Naja, und jetzt wohne ich hier. Bei Brigitte und Herbert Müller. Nach diesen drei Jahren wo ich schon bei ihnen wohne, liebe ich sie sehr. Klar können sie
mir nie meine Eltern ersetzten aber sie sind wunderbar. Weiter im Text.
Es ist heute Freitagmittag und ich mache die Küche. Geil. Mein Handy klingelte.
Show you off, tonight I wanna show you
off. What you got, a billion could've never bought.
Till ruft an.
Ich hob ab. Hallo
till, sagte ich freundlich. Er antwortete:,, Hey Baby was hast du heut vor? –„
Noch nichts, muss gerade die Küche machen.“ –„ Das ist super, schau raus, Regen
wetter.“ –„ Ich verstehe schon.“ Ich spürte dass er lächelt. „ Komm um 17 Uhr
vorbei ok?“ –„ werde ich, ich liebe dich.“ –„ ich dich auch, bis dann.“
Ich hab ihn euch noch gar nicht vorgestellt. Till ist mein Freund und durch ihn
ist mein Leben echt positiv geworden, wir sind mittlerweile schon 1 Jahr ein
Paar, und so glücklich wie am ersten Tag. Er hat mir aus meinen schlimmen
Zeiten echt rausgeholfen.
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